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Ankündigung

IGF Austria 2015 – Side-Event am 16. September 2015

(Museumsquartier, Halle D, ab 19:00):

Federführung: Verband Freie Radios Österreich (Veranstalter) in Kooperation mit World Information Institute /t0, Joachim LOSEHAND
(Organisator)

Das Urheberrecht wird inzwischen auch dazu verwendet, auf öffentliche Berichterstattung Einfluss zu nehmen und die Publikation negativer Dokumente zu unterbinden. Denn vertrauliche Dokumente können urheberrechtlich geschützt sein und deren Publikation – trotz eines öffentlichen Interesses – die Rechte des Urhebers verletzen. So mahnte eine Anwaltskanzlei im Namen des deutschen Innenministeriums im Jänner 2014 die Open Knowledge Foundation Deutschland. Die von der OKFN betrieben Webseite FragDenStaat.de hatte ein internes Gutachten des Ministeriums veröffentlicht. Die Abmahnung erfolgte nicht wegen eines Verstoßes gegen Geheimhaltungsvereinbarungen, sondern Gegenstand war
die mutmaßliche Verletzung der Urheberrechte des Ministeriums.

Andererseits kann nach Auffassung des französischen “Salon du Livre” und der österreichischen IG Autoren das Urheberrecht auch die Meinungsfreiheit schützen: „Meinungsfreiheit besteht darin, frei entscheiden zu können, was man schreibt, wie man es veröffentlicht und verbreitet und was man liest. Diese Freiheit ist durch das Urheberrecht garantiert.“ (Aussendung vom 23.03.2015)

Die Freien Radios, als einer der Institutionen zivilgesellschaftlicher Meinungsund Informationsfreiheit, thematisieren mit dieser Veranstaltung einen wichtigen Aspekt für eine lebendige Demokratie im Digitalen Informationszeitalter.

• Lena DOPPEL, Digital Coach
• Odin KROEGER, Philosoph
• Paul Stepan, Ökonom
• Konrad BECKER, Moderation

ist ein neuer Lehrgang für Kulturkommunikation.

Dieser Spezialbereich des Universitätslehrgangs Public Communication richtet sich an Personen, die sich im Bereich von Kommunikationsmaßnahmen für Kultureinrichtungen und Events, Kulturjournalismus und Corporate Cultural Responsibility, also unternehmerischen Kulturengagement, professionalisieren möchten. Auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse lernen die Teilnehmer fachlich fundiert und praxisnah das Management von Kommunikationsprozessen innerhalb von Kulturvermittlung.

Kunst und Kultur könnten heute wieder jene wichtige Bedeutung beigemessen werden, die sie immer wieder schon hatte: Denn Kunst als individuelle Fähigkeit weniger herausragender Zeitgenossen begriffen, die menschliche Kulturtechniken und -errungenschaften kritisch zu reflektieren, innovativ zu abstrahieren, und damit auch ständig und prozesshaft zu erneuern, ist der Nukleus gesellschaftlichen Strebens etwa nach Zivilisation, Moral, Ethik, Knowhow, Wissenstransfer, Entwicklung, Flexibilität, Wohlstand, Wachstum, soziale Ausgewogenheit, Standortattraktivität aber auch Unterhaltung. Ohne Kunst und Kultur gäbe es all das nicht. Und man möge an dieser Stelle zum Vergleich einfach kurz an all jene Plätze auf dieser Welt denken, an denen Kunst Kultur keine (große) Rolle mehr spielen: da werden sogar Schreiben und Lesen zu Problemen, vom Verstehen ganz zu schweigen.

Die Aufgabe des Lehrgangs

Kunst und Kultur brauchen also Vermittlung. Kulturkommunikation ist dabei jene Disziplin, die sich als Vermittlerin an eine breitere Öffentlichkeit versteht. Wobei zwischen Kommunikation über Kunst und Kultur und Kommunikation durch Kunst und Kultur, die einander aber bedingen, zu unterscheiden ist. Im Spannungsfeld von Qualitätsanspruch, Kultur-, Bildungs- und Unterhaltungsauftrag, von Kulturpolitik und Unternehmenskommunikation, sozialer Verantwortung und Good Governance, sowie betriebswirtschaftlichen und politischen Anforderungen hat Kulturkommunikation seine vermittelnde Funktion nach innen und nach außen, gegenüber Eigentümern und Publikum, Medien oder unternehmerischen Kulturinvestoren. Die Schnittstellen zwischen Journalismus und PR sind heute dabei evident, denn wer die Interaktion zwischen beiden leugnet, verkennt – trotz unterschiedlicher Intentionalität – die Realität. Letztlich steht und fällt auch die Qualität von Journalismus und PR mit der Qualität von Sprache, Allgemeinwissen und mit dem Verstehen komplexer Kommunikationsprozesse.

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